Nicht empfohlene Gestagene (MPA)
Was ist MPA?
Abschnitt betitelt „Was ist MPA?“Medroxyprogesteronacetat (MPA) ist ein synthetisches Gestagen, das vor allem unter diesen Handelsnamen bekannt ist:
- Provera (oral, 5-10 mg)
- Depo-Provera (Injektion, 150 mg/3 Monate)
MPA war lange Zeit fester Bestandteil der Hormontherapie nach den Wechseljahren, doch große klinische Studien (die WHI-Studie) brachten erhebliche Risiken ans Licht.
Warum davon abgeraten wird
Abschnitt betitelt „Warum davon abgeraten wird“1. Deutlich erhöhtes VTE-Risiko
Abschnitt betitelt „1. Deutlich erhöhtes VTE-Risiko“Im Vergleich zu natürlichem Progesteron erhöht MPA das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) deutlich [2] [3] :
- VTE-Risiko von MPA + Östrogen: RR etwa 2.0-2.5
- VTE-Risiko von natürlichem Progesteron + Östrogen: RR etwa 1.0 (kein nennenswerter Anstieg)
2. Ungünstige Stoffwechseleffekte
Abschnitt betitelt „2. Ungünstige Stoffwechseleffekte“- Kann das HDL (“gute” Cholesterin) senken
- Ungünstige Wirkung auf die Insulinresistenz
- Gewichtszunahme
3. Es gibt sicherere Alternativen
Abschnitt betitelt „3. Es gibt sicherere Alternativen“- Mikronisiertes Progesteron: natürlich/bioidentisch, VTE-neutral
- Dydrogesteron: bessere orale Bioverfügbarkeit, überzeugendere Sicherheitsdaten
- Hydroxyprogesteroncaproat: Option zur Injektion
Wenn du derzeit MPA anwendest
Abschnitt betitelt „Wenn du derzeit MPA anwendest“Ausnahmesituationen
Abschnitt betitelt „Ausnahmesituationen“In ressourcenarmen Umfeldern, in denen MPA das einzige verfügbare Gestagen sein kann:
- Verwende die niedrigstmögliche Dosis
- Achte verstärkt auf die VTE-Risikofaktoren
- Lege Priorität auf Nichtrauchen und Gewichtsmanagement
- Wechsle sobald wie möglich auf natürliches Progesteron oder Dydrogesteron